Leistungsfähigkeit
braucht Entspannungsfähigkeit ...
und umgekehrt
Welche Einflüsse uns stressen ist höchst individuell. So werden Arbeitsbedingungen oder Umwelteinflüsse (z.B. Lärm, Abgase) in der Belastung höchst unterschiedlich wahrgenommen.
Im Zusammenhang mit der Stressforschung ist inzwischen die Erkenntnis gesichert, dass psychische Belastungen Ausbruch und Verlauf vieler Gesundheitsprobleme beeinflussen, weil sie u.a. die Immunlage verändern. Verschiedene Studien belegen, dass eine eindeutige Beziehung zwischen der Stärke der Symptome z. B. einer Infektionskrankheit und dem Stresslevel der Betroffenen gegeben ist. Außerdem wurde festgestellt, dass Stress Erkrankungen wie multiple Sklerose, Asthma, rheumatoide Arthritis und Allergien negativ beeinflusst.
Mehr Antikörper durch Optimismus und Gelassenheit
Psyche und Immunsystem sind sehr fein miteinander vernetzt.
Im Rahmen seiner Forschungen hat R. Davidson (Universität
of Wisconsin) nachgewiesen, dass die Versuchspersonen,
die vor einer Grippeimpfung acht Wochen Meditationsübungen
absolvierten, auffällig mehr Antikörper als
die Vergleichsgruppe produziert hatten, d.h. das Abwehrsystem war deutlich gestärkt. Außerdem war das Gehirn linksseitig hinter der Stirn nachhaltig
aktiver, was die Produktion von Antikörpern positiv
beeinflusst (M. Rosenkranz; Universität of Wisconsin).
In diesem Sinne ist Meditation als Hygiene für das
zentrale Nervensystem zu verstehen und sollte so selbstverständlich
wie das Zähneputzen sein bzw. werden.
Quelle: Zeitschrift Gehirn & Geist; Ausgabe 5/2004, S.
34 ff. [zurück] |